Joseph Smith im Gefängnis
Joseph Smith ging nach Colesville, New York um die Mitglieder der Kirche Jesu Christi dort zu treffen. Gesindel war entschlossen, Probleme zu machen. Am Abend des 28. Juni 1830 ging Joseph, um an der Versammlung teilzunehmen, wo die Mitglieder, die an jenem Morgen getauft worden waren, die Gabe des Heiligen Geistes empfangen sollten. Ein Polizist unterbrach Joseph und erwirkte einen Haftbefehl gegen ihn wegen ordnungswidrigen Verhaltens. Der Polizist sah, dass Joseph ein guter Mann war, und sagte ihm, das der Haftbefehl ausgestellt wurde, damit das Gesindel an Joseph herankäme. Der Polizist war entschlossen, das nicht geschehen zu lassen, weil er spürte, dass Joseph unschuldig war. Als der Polizist und Joseph im Wagen fuhren, waren sie vom Gesindel umgeben. Sie schienen auf ein Zeichen des Polizisten zu warten, doch er gab keins. Statt dessen gab er dem Pferd die Peitsche und fuhr mit Joseph davon.
Während sie vor dem Mob flohen, löste sich eins der Wagenräder. Wieder umzingelte das Gesindel die beiden Männer, doch waren sie in der Lage, das Rad wieder einzusetzen und entkamen. Der Polizist brachte Joseph nach South Bainbridge in New York und bezahlte ein Zimmer in einem Gasthaus. Der Polizist was derart entschlossen, Joseph zu schützen, dass er die Nacht mit den Füßen gegen die Tür schlief mit einem geladenen Gewehr in der Hand.
Am nächsten Tag ging Joseph zum Gericht. Der Mob hat viele Menschen zusammengesucht, um falsche Anschuldigungen vorzubringen und Lügen über Josephs Handlungsweise zu erzählen. Joseph Knight, ein Freund von Joseph, hatte zwei angesehene Männer dabei, James Davidson und John Reid um für Joseph auszusagen. Während der Gerichtsverhandlung wurde Josiah Stoal aufgerufen, (ein Mann, für den Joseph einmal gearbeitet hatte,) gegen Joseph zu zeugen. In History of the Church; die von Joseph diktiert war, wird Josiah Stoals Zeugenaussage wie folgt wiedergegeben:
„Hat der Gefangene Joseph Smith nicht eins Ihrer Pferde?”
„Ja.”
„Hat er Ihnen nicht erzählt, dass ihm ein Engel erschien, der ihn bevollmächtigt hätte, ein Pferd von Ihnen zu erhalten?”
„Nein, solch eine Geschichte erzählte er mir nicht.”
„Nun, wie kam er zu einem Pferd von Ihnen?”
„Er kaufte es von mir, wie es jeder andere tun würde.”
„Haben Sie Ihr Geld bekommen?”
„Das ist nicht Ihre Angelegenheit.”
Als die Frage nochmals gestellt wurde, antwortete der Zeuge:
“Ich halte diese Notiz als Preis für das Pferd für ebensogut wie eine Bezahlung , denn ich bin gut vertraut mit Joseph Smith Jun. und weiß, das er ein ehrlicher Mann ist, und wenn er möchte, bin ich bereit, ihm ein anderes Pferd zu den gleichen Bedingungen zu geben.”1
Andere wurden aufgerufen, gegen Joseph auszusagen, doch nichts konnte gegen ihn gefunden werden, dessen man ihn verklagen konnte. Joseph wurde freigesprochen, doch seine Feinde hielten ihn lange genug auf, um einen Haftbefehl aus Broome County gegen ihn zu erwirken, und in dem Moment, als er freigesprochen wurde, wurde der Haftbefehl ausgestellt und er wurde wieder verhaftet.
Der Polizist von Broome County war ein unfreundlicher Mann und steckte Joseph in Isolationshaft. Joseph hatte den ganzen Tag nichts zu essen, doch der Polizist bestand darauf, dass sie sofort nach Broome County aufbrechen; ein Weg von etwa 15 Meilen, ehe er Joseph erlaubte, etwas zu essen. Er brachte Joseph in ein Gasthaus in Broome County und gestattete es, dass Männer kamen und Joseph verspotteten. Sie spien ihn an und zeigten mit Fingern auf ihn und schrien: „Prophezeie uns! Prophezeie uns!” Sie waren nicht weit von Josephs Heim und Joseph bat um Erlaubnis, zu Hause bleiben zu dürfen, und bot vielerlei an, als er dabei versprach, zur Anhörung vor Gericht zu erscheinen, doch der Polizist erlaubte es nicht. Joseph bat dann um etwas zu essen, und ihm wurde ein Stückchen Brot und etwas Wasser gegeben.
Am nächsten Tag begann Josephs zweite Gerichtsverhandlung. Sowohl James Davidson als auch John Reid waren Josephs Rechtsanwälte während des Prozesses. Viele Zeugen wurden gegen Joseph aufgerufen, und die meisten von ihnen logen vollkommen über Josephs Charakter und Aktivitäten. Dies war dem Gericht offensichtlich und ließ ihre Zeugenaussagen nicht zu Protokoll nehmen. Dann wurde Newel Knight verhört:
„Trieb der Gefangene Joseph Smith, Jun. Ihnen den Teufel aus?”
„Nein, Sir.”
„Ist Ihnen nicht der Teufel ausgetrieben worden?”
„Ja, Sir.”
„Und hatte nicht Joe Smith seine Hände dabei im Spiel?”
„Ja, Sir.”
„Und hat er Ihnen den nicht ausgetrieben?”
„Nein, Sir; es geschah durch die Macht Gottes, und Joseph Smith war in diesem Falle das Werkzeug in den Händen Gottes. Er gebot ihm, im Namen Jesu Christi aus mir auszufahren.”
„Und Sie sind sicher, dass es der Teufel war?”
„Ja, Sir. “
„Haben Sie ihn gesehen, nachdem er aus Ihnen ausgetrieben war?”
„Ja, Sir, ich sah ihn.”
„Wie sah er denn bitte aus?”
[Hier informierte einer meiner Anwälte den Zeugen, dass er die Frage nicht beantworten braucht.] Der Zeuge antwortete:
„Ich glaube, ich brauche ihre letzte Frage nicht zu beantworten, doch werde ich es tun, sofern es mir erlaubt ist, Ihnen zuvor eine Frage zu stellen. Und antworten Sie mir, Mr. Seymour. Verstehen sie geistige Dinge?”
„Nein,” antwortete Mr. Seymour, „Solch große Dinge zu verstehen ist mir micht bestimmt.”
„Nun denn,” antwortete Knight, „es würde Sie nicht weiterbringen wenn ich Ihnen sagen würde, wie der Teufel aussieht, denn es war eine spirituelle Sicht und spirituell erkannt, und natürlich würden Sie nicht verstehen, wovon ich rede.”2
Nach diesem Zeugen versuchte der Staatsanwalt in einer abschließenden Erörterung erneut, das Gericht von Josephs Schuld zu überzeugen. Dann wurde Mr. Davidson und Mr. Reid erlaubt, mit der Verteidigung Josephs zu beginnen. Sie waren in der Lage, das Gericht von Josephs Unschuld zu überzeugen. Als sie fertig waren, dachten alle, die das Gerichtsverfahren verfolgt hatten, anders über Joseph. Sogar der Polizist, der Joseph so schlecht behandelt hatte, entschuldigte sich nach der Verhandlung bei Joseph. Joseph wurde freigesprochen. Mr. Reid berichtete über folgendes Ereignis, das sich nach dem Freispruch Josephs zutrug.
Das Gericht vernahm den Gefangenen und sagte: „Herr Smith, wir haben Ihren Fall abgewogen, die Zeugenaussagen geprüft und wir finden nichts, um Sie zu verurteilen und daher sind Sie entlassen.” Im weiteren verwarnten sie ihn streng, nicht weil irgend etwas Nachteiliges über seinen Charakter in irgend einer Form durch die Schar von Zeugen, die während des Prozesses ausgesagt hatten, bewiesen worden wäre, sondern einfach um jenen Teufeln in Menschengestalt zu gefallen, die sich mit der bösen Verfolgung eines unschuldigen Menschen beschäftigten, einfach nur wegen seiner religiösen Meinung.
Nachdem sie fertig waren, erhob ich mich und sagte: „Dieses Gericht erinnert mich an ein gewisses Gerichtsverfahren, das vor Alters vor Felix abgehalten wurde als die Feinde Pauli ihn vor dem ehrenwerten Richter einiger angeblicher Verbrechen anklagten, doch an ihm nichts gefunden wurde, das des Todes oder Fesselns wert gewesen wäre.. Doch um den Juden zu gefallen, die seine Ankläger waren, wurde er gegen das Gesetz gebunden gehalten. Und dieses Gericht hat Herrn Smith auf dieselbe Weise behandelt, als sie ihn nach seinem Freispruch ungesetzlich unverlangt verwarnten, um seinen Anklägern zu gefallen.” Wir schafften ihn an jenem Abend aus der Mitte von 300 Leuten weg, ohne dass er eine Verletzung erhielt. Doch ist mir wohl bewusst, dass uns eine höhere Macht als eine menschliche beistand. Wenn ich mich nämlich an die Szene erinnere, kann ich nicht sagen, wie es uns gelang ihn heraus zu bringen. Ich nehme mir nicht selbst die Ehre. Es war das Werk des Herrn und in unseren Augen ein Wunder.3
Der Polizist informierte Joseph, dass er wusste, dass der Pöbel entschlossen war, Joseph zu schnappen und zu teeren und zu federn, daher führte er Joseph durch eine Hintertür aus dem Gericht, um ihn zu schützen und Joseph gelangte am nächsten Tag sicher nach Hause.
Andere Links:
- The Testimony of Joseph Smith
- Joseph Smith and the Book of Mormon
- Fulfilled Prophesies of Joseph Smith
