Zeugen der goldenen Platten
Bei der Übersetzung des Buches Mormon las Joseph Smith folgendes Schriftstelle in 2. Nephi 12-14,
„Darum, an jenem Tag, da das Buch dem Mann gegeben wird, von dem ich gesprochen habe, wird das Buch vor den Augen der Welt verborgen sein, so daß niemandes Auge es sehen wird, außer daß drei Zeugen es durch die Macht Gottes erblicken werden, neben dem, dem das Buch gegeben wird; und sie werden die Wahrheit des Buches und dessen, was darin ist, bezeugen. Und es gibt niemand anders, der es sehen wird, außer einige wenige, gemäß dem Willen Gottes, damit sie den Menschenkindern Zeugnis geben von seinem Wort; denn der Herr, Gott, hat gesagt, daß die Worte der Getreuen sprechen werden, als sei es von den Toten. Darum wird der Herr, Gott, hingehen und die Worte des Buches hervorbringen; und durch den Mund so vieler Zeugen, wie es ihm gut scheint, wird er sein Wort bestätigen; und weh sei dem, der das Wort Gottes verwirft!”1
Martin Harris, Oliver Cowdery und David Whitmer, alle Männer, die Joseph bei der Übersetzung des Buches Mormon geholfen haben, baten Joseph, ob er Den Herrn befragen könne, dass sie diese Zeugen sein dürfen, die in der Schrift genannt wurden. Joseph befragte Den Herrn und ihm wurde gesagt, dass wenn sie treu seien, sie die Gelegenheit haben würden, die Platten zu sehen und die anderen Gegenstände, die mit bei den Platten gefunden wurden, einschließlich der Brustplatte, dem Urim und Thumim, dem Liahona und dem Schwert Labans. Es wurde ihnen gesagt, dass nachdem sie diese Dingen gesehen haben, sie verpflichtet seien, der Welt von ihrer Realität zu zeugen.
Als die Übersetzung des Buches Mormon vollendet war, sendete er jemanden, der nach Fayette reiste zu seiner Familie, um Martin Harris zu holen. Am Morgen nachdem seine Familie und Martin Harris bei Joseph eintrafen, gingen Martin, Oliver Cowdery und David Whitmer in die Wälder um zu beten. Nach zwei erfolglosen Versuchen entschuldigte sich Martin. Er verließ die Gruppe, um allein zu beten. Die übrigen drei setzten ihr Gebet fort und der Engel Moroni erschien ihnen und brachte ihnen die Goldplatten. Joseph berichtete: „Er wendete die Seiten eine nach der anderen um, sodass wir sie betrachten und die Gravierungen deutlich darauf erkennen konnten… unmittelbar darauf hörten wir eine Stimme aus dem hellen Licht über uns sagen: ‚Diese Platten sind durch die Macht Gottes offenbart worden, und sie sind mit der Macht Gottes übersetzt worden. Die Übersetzung, die ihr davon gesehen habt, ist richtig, und ich gebiete euch, von dem, was ihr seht und hört, Zeugnis zu geben.’ Ich verließ nun David und Oliver und begab mich auf die Suche nach Martin Harris. Ich fand ihn in beträchtlicher Entfernung, inbrünstig im Gebet vertieft. Er sagte mir aber kurz darauf, er habe dem Herrn noch nichts abringen können und ich solle mit ihm zusammen beten, damit auch er die Segnungen empfange, deren wir soeben teilhaftig geworden seien. So beteten wir also gemeinsam und erhielten schließlich unseren Wunsch erfüllt, denn ehe wir noch zu Ende waren, eröffnete sich dieselbe Vision auch unserem Blick, oder wenigstens meinem Blick, und ich sah und hörte dasselbe wie zuvor. Martin Harris aber rief im gleichen Augenblick, offenbar in höchstem Entzücken, ‘Genug, genug! Meine Augen haben gesehen, meine Augen haben gesehen!’”2
Die vier kehrten zurück nach Hause und Joseph bekundete seine Erleichterung darüber, dass nun auch andere davon zeugen konnten, das er die Wahrheit sage. Ein paar Tage später wurden acht Männer ausgewählt, die als Zeugen die Platten zu sehen durften. Diese Männer waren Joseph Smith Sr., Hyrum Smith, Samuel Smith, Christian Whitmer, Jacob Whitmer, Peter Whitmer, John Whitmer und Hiram Page. Joseph wurde erlaubt, diesen Männern die Platten zu zeigen. Er ließ sie sie halten und sie die Schriftzeichen auf den Seiten sehen. Das Zeugnis der drei Zeugen sowie der acht Zeugen ist im Buch Mormon am Anfang zu finden. Buch Mormon. Von diesen elf Zeugen verließen schließlich sechs die Kirche doch keiner von ihnen widerrief sein Zeugnis vom Buch Mormon und verteidigten es oft.
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